Witterung im 4. Quartal 2025 (Oktober, November, Dezember)

Am 20. November fiel der erste Schnee bis ins Flachland. Blick von Dürrenäsch AG aus in Richtung Hallwilersee, am 21. November. (Foto: Andreas Walker)

19.02.2026
Andreas Walker / PW

Sonniges und trockenes Herbstquartal 25

Der Oktober und die erste Novemberhälfte waren sonnig und warm. Danach folgten Schneefälle, Tauwetter und zum Jahresende wieder viel Sonne in den Bergen und Nebel im Flachland.

Goldener Oktober mit viel Sonne in den Bergen

Schon in den ersten beiden Tagen zeigte sich der Oktober sehr sonnig. Nach einem kurzen Unterbruch positionierte sich vom 7. bis 18. Oktober ein kräftiges Hoch über den Britischen Inseln. An dessen Südrand profitierten die Bergregionen in der Schweiz während fast zwei Wochen von wunderbarem Herbstwetter mit viel Sonne, guter Fernsicht und milden bis warmen Temperaturen über dem Hochnebel. Bergstationen registrierten tagelang die maximal mögliche Sonnenscheindauer.

In Berglagen stiegen die Tagesmitteltemperaturen teilweise rund 5 bis 6,5 °C über die Mittel der Referenzperiode 1991-2020. Auf der Alpensüdseite wurden die Referenzwerte in diesen Tagen lokal um 4-5 °C übertroffen.Im Mittelland und in den Tälern auf der Alpennordseite blieben die Temperaturen in dieser Phase wegen des verbreiteten Hochnebels meist leicht unter dem langjährigen Durchschnitt.

Erster Herbststurm des Jahres: Ab dem 20. Oktober dominierte in der Höhe eine westliche Strömung. Nach einigen nassen Tagen, die in der West- und Nordschweiz und im Wallis lokal Niederschläge zwischen 15 und 35 mm brachten, folgte am 23. Oktober mit einer aktiven Kaltfront der erste Herbststurm des Jahres, der auch im Flachland für stürmische Winde sorgte.

Die höchsten Windspitzen wurden mit 130 bis 150 km/h in den Alpen und im Jura gemessen.

Die Kaltfront brachte auch wenig Neuschnee in den Bergen, vereinzelt kamen 10-20 cm zusammen

 

Monatsbilanz Oktober 2025 

Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im Oktober betrug 6.4 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 von -0.3 °C. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zum langjährigen Mittel zwischen -1.4 °C und +0.7 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von -0.6 °C bis +0.1 °C aufwies.

Bei der monatlichen Niederschlagssumme wurden Verhältnisse zur Referenz zwischen 21 % und 224 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 40 % bis 140 % verzeichnete.

Bei der Sonnenscheindauer wurden Verhältnisse zum langjährigen Mittel zwischen 56 % und 132 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 80 % bis 120 % aufwies.

Der Oktober war geprägt von Hochdruckwetter und liess die Herbstbäume golden erscheinen, wie hier in Rorschacherberg SG am 21. Oktober. (Foto: Andreas Walker)

Der Oktober war geprägt von Hochdruckwetter und liess die Herbstbäume golden erscheinen, wie hier in Rorschacherberg SG am 21. Oktober. (Foto: Andreas Walker)

Ende Oktober war am Abendhimmel der Komet „Lemmon“ im Westen zu sehen, Standort: Hallwil AG, am 28. Oktober. (Foto: Andreas Walker)

Ende Oktober war am Abendhimmel der Komet „Lemmon“ im Westen zu sehen, Standort: Hallwil AG, am 28. Oktober. (Foto: Andreas Walker)

Infolge eines starken Sonnensturms waren am frühen Morgen des 12. November intensive Polarlichter zu sehen, Standort: Hallwil AG. (Foto: Andreas Walker)

Infolge eines starken Sonnensturms waren am frühen Morgen des 12. November intensive Polarlichter zu sehen, Standort: Hallwil AG. (Foto: Andreas Walker)

Am 20. November fiel der erste Schnee bis ins Flachland. Blick von Dürrenäsch AG aus in Richtung Hallwilersee, am 21. November. (Foto: Andreas Walker)

Am 20. November fiel der erste Schnee bis ins Flachland. Blick von Dürrenäsch AG aus in Richtung Hallwilersee, am 21. November. (Foto: Andreas Walker)

Schönes und mildes Wetter führte Mitte Dezember dazu, dass dieser Löwenzahn in Wald AR auf rund 1000 m ü. M. zu sehen war, wie es sonst nur im Frühling oder Sommer der Fall ist. (Foto: Andreas Walker)

Schönes und mildes Wetter führte Mitte Dezember dazu, dass dieser Löwenzahn in Wald AR auf rund 1000 m ü. M. zu sehen war, wie es sonst nur im Frühling oder Sommer der Fall ist. (Foto: Andreas Walker)

Der Dezember war geprägt von Hochdruckwetter. In tiefen Lagen war oft Nebel vorhanden, darüber schien die Sonne. Am 21. Dezember war an der Nebelgrenze ein Nebelbogen zu sehen. Standort: Rossbüchel oberhalb Rorschach SG. (Foto: Andreas Walker)

Der Dezember war geprägt von Hochdruckwetter. In tiefen Lagen war oft Nebel vorhanden, darüber schien die Sonne. Am 21. Dezember war an der Nebelgrenze ein Nebelbogen zu sehen. Standort: Rossbüchel oberhalb Rorschach SG. (Foto: Andreas Walker)

Zweigeteilter November – zuerst viel Sonne, dann viel Schnee

In den ersten fünfzehn November-Tagen strömten oft aus Süden oder Südwesten milde Luftmassen über die Schweiz oder es herrschte Hochdruckeinfluss. Dadurch zeigte sich der November verbreitet sehr sonnig und mild, besonders im Jura und am Alpennordhang. Mit häufigem Nebel oder Hochnebel stiegen die Temperaturen in den Niederungen aber kaum über das langjährige Mittel.

Erster Schnee bis ins Flachland: Am 20. November fiel verbreitet Schnee, besonders entlang dem westlichen und zentralen Alpennordhang, aber auch im Wallis und im Kanton Graubünden. Der Schnee reichte sogar bis ins Flachland. Während es in den Voralpen und Alpen über 24 Stunden lokal rund 10-45 cm Neuschnee gab, blieben die Schneemengen im Flachland im Bereich einiger Zentimeter.

Nach der sehr milden ersten Novemberhälfte drückte eine Serie von Kaltfronten die Monatsmitteltemperatur wieder in den Bereich des langjährigen Mittels hinunter. An einigen Tagen wurden für die Jahreszeit aussergewöhnlich tiefe Temperaturen registriert. Die Kaltfronten, die die Schweiz zwischen dem 19. und 25. November erreichten, brachten teilweise Neuschnee bis in mittelhohe Lagen hinunter. Besonders in den Westalpen und lokal am Alpennordhang wuchs die Schneedecke zwischenzeitlich auf für die Jahreszeit überdurchschnittliche Höhen an.

 

Monatsbilanz November 2025

Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im November betrug 1.9 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode von +0.1 °C.

An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zur Referenz zwischen -1.4 °C und +0.9 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von -0.4 °C bis +0.5 °C aufwies.

Bei der monatlichen Niederschlagssumme wurden Verhältnisse zur Referenz zwischen 24 % und 278 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 50 % bis 150 % aufwies.

Die monatliche Sonnenscheindauer im November lag verbreitet über dem langjährigen Mittel. Dabei wurden Verhältnisse zum langjährigen Mittel zwischen 103 % und 167 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 110 % bis 150 % aufwies. Am meisten Sonnenschein im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 erhielt das Mittelland.

 

Warmer und sehr trockener Dezember

Nach einem durchschnittlichen Start in den Dezember stiegen die Temperaturen ab dem 6. Dezember markant an. Die Tagesmitteltemperaturen lagen ab dem 8. Dezember regional 6-10 °C über den Referenzwerten für die entsprechende Jahreszeit. Nach einem Warmfrontdurchzug ging der Novemberschnee vor allem in mittelhohen Lagen deutlich zurück.

Südwestlage bringt milde Verhältnisse: Mit dem Beginn einer Südwestlage am 6. Dezember und einem Warmfrontdurchgang am 7. Dezember startete eine sehr milde Phase. Am 8. und 9. Dezember stiegen die Temperaturen regional 6-10 °C über die Durchschnittswerte der Referenzperiode für die ersten Dezembertage. Die grössten Abweichungen vom langjährigen Mittel manifestierten sich am 8. Dezember in der Nord- und Nordwestschweiz, im Mittelland und in den Alpentälern und verlagerten sich am 9. Dezember in die Berglagen am Alpennordhang und in den Jura.

Diese Kombination aus Wärme, Regen und dem teilweise kräftigen bis lokal stürmischen Südwestwind machte der Schneedecke zu schaffen, die im November aufgebaut wurde.

Nebel in tiefen Lagen, viel Sonne in den Bergen: Andauerndes Hochdruckwetter sorgte in den ersten drei Dezemberwochen fast pausenlos für Nebel oder Hochnebel, dessen Obergrenze dabei nur selten über 800 Meter stieg. Die tiefen Lagen des Schweizer Mittellandes, vom Genfersee bis zum Bodensee, erhielten deshalb nur sehr wenig Sonne in dieser Phase. Gegen Ende des Monats stieg die Hochnebelgrenze an und er löste sich an einigen Tagen auch auf. Am seltensten sah man die Sonne in der Nordschweiz, am Bodensee und Genfersee sowie am Jurasüdfuss.

Ein anderes Bild zeigte sich in den Bergen. Dort brachte das Hochdruckwetter viele zahlreiche Sonnenstunden und entsprechend viele heitere Tage.

Mit dem anhaltenden Hochdruckwetter blieb auch der Niederschlag weitgehend aus. Einzig vom 5.-8. Dezember auf der Alpennordseite und am 16.-18. Dezember auf der Alpensüdseite gab es zwei Niederschlagsereignisse mit moderaten Mengen. Ansonsten fiel in den ersten zwei Dezemberdritteln kaum nennenswerter Niederschlag. In den meisten Gebieten der Schweiz blieben die Niederschlagsmengen bis am Monatsende bei Werten unter 35 % der Referenzperiode für einen Dezember, vereinzelt sogar im einstelligen Prozentbereich.

Mit dem fehlenden Niederschlag ging ein verbreitet starker Schneemangel einher. Dieser war zum Monatsende in mittleren Höhen und Tallagen besonders ausgeprägt.

 

Monatsbilanz Dezember 2025

Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im Dezember betrug 0.6 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode von +2.0 °C. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zur Referenz zwischen -0.1 °C und +4.2 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von +0.8 °C bis +3.0 °C aufwies.

Die monatliche Niederschlagssumme im Dezember lag schweizweit unter dem langjährigen Mittel. Dabei wurden Verhältnisse zur Referenz zwischen 0 % und 72 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 10 % bis 30 % aufwies.

Die grössten Niederschlagsmengen  verzeichnete die Alpensüdseite. Die geringsten Niederschlagsmengen stammten aus den Regionen Mittelland, Alpennordhang, Nord- und Mittelbünden, Wallis und Engadin.

Bei der Sonnenscheindauer wurden Verhältnisse zur Referenz zwischen 45 % und 162 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 70 % bis 140 % aufwies. Am meisten Sonnenschein erhielt der Jura. Die geringste Sonnenscheindauer verzeichnete das Mittelland.

 

Schweizer Karte mit 15 Klimastationen (zu Tabelle Klimadaten Quartal)

Tabelle als PDF: Klimadaten im vierten Quartal 2025

Quelle: MeteoSchweiz, Klimabulletins 2025


Das könnte Sie auch interessieren:



Anzeige

Newsletter

Abonnieren Sie den gebäudetechnik.ch-Newsletter und bleiben Sie auf dem Laufenden. Wir liefern Ihnen interessante Berichte, Hintergrundinformationen, Veranstaltungshinweise und vieles mehr rund um das Thema vernetzes Bauen.





close